Das grafische Zeichentableau WACOM Intuos2 A5 regular mit USB-Anschluss für den Mac und den PC, stellt mit seiner verfügbaren Zeichenfläche eine optimale Ergänzung für DTP-Arbeitsplätze dar. Die Zusammenarbeit mit Painter 8 (weiterer Testbericht) ist absolut spitzenmäßig. Künstlern, die das Arbeiten an der Staffelei gewohnt sind oder solchen, die mit größeren Vorlagen arbeiten müssen, empfehlen wir mindestens ein A4 formatiges Tableau.

Die in das Tableau integrierten Menübuttons nehmen dem Grafiker so Einiges an Tastatur- und/oder Mausarbeit ab. Voraussetzung ist jedoch, dass man mit diesen Buttons schon ein wenig Übung hat. Dem Neueinsteiger fällt es nicht immer leicht, treffsicher den richtigen Button zu erwischen, bedenkt man, dass die räumliche Tiefe des Tableaus auch zu überwinden ist und hier vom 2D-Eindruck eines Monitors natürlich keine Rede sein kann.

Angenehm ist die Möglichkeit, mit einem Intuos2 Tableau auch Vorlagen durch das Durchpausen nachzuzeichnen. Schwierig gestaltet sich jedoch beim A5 Tableau diese Arbeit, da der Arbeitsbereich über die beiliegende Treibersoftware zwar eingrenzbar, jedoch trotzdem im Zeichenprogramm der Wahl schwer einzuhalten ist. Bei zu dicken Vorlagen reagiert die Drucksensivität und Platzierung des Stiftes oder der Maus auch nicht mehr zuverlässig.
|
 |
WACOM Intuos2 A5 USB
Zeichentableau im A5-Format.
Lieferumfang. Zum Lieferumfang gehören, neben dem Tableau, eine Treiber-CD mit Onlinehandbuch, ein Stifthalter, die WACOM Intuos2 2D Maus mit programmierbaren Tasten und Scrollrad, eine CD mit Painter Classic in drei Sprachen, ein drucksensitiver Zeichenstift (Intuos2 Grip Pen) mit abnehmbarem Wippschalter (DuoSwitch), Radiergummi und auswechselbarer Spitze. Der Stift wird mit fünf Ersatzspitzen und einer Gummierung ausgeliefert, die dann keine Aussparung für den Wippschalter enthält und alternativ, je nach Geschmack, aufgezogen werden kann. Ein Ersatzwippschalter, falls einmal etwas schiefgeht und eine Schnellanleitung in gedrucker Form, liegen ebenfalls bei.
News über Wacom-Produkte
Der Anschluss und der erste Eindruck. Wie immer, wenn USB im Spiel ist, ist der Anschluss kein Problem. So auch beim Intuos2 A5 USB. Der Treiber ist ganz Mac like einfach installiert. Sicherheitshalber ließen wir unser Mac OS X einmal neustarten. Danach fand sich im Bereich der Anwendungen ein Wacom-Ordner, der unter anderem die Anwendung "Wacom Tablet" zur Einrichtung des Tableaus, Stifts und der Maus beinhaltet. Abweichend von der Anleitung zum Tableau konnten wir kein Einstellmenü in den Systemeinstellungen vorfinden (PrefsPane). Vermutlich wird diese Anwendung auch weitere Stifte dann konfigurieren können, sofern man diese zusätzlich erwirbt. Wacom bietet hier einen Airbrush, einen Ink Pen und einen Stroke Pen an. Wichtig zu wissen, Pens der vorherigen Intuos(1) Serie funktionieren nicht mit dem Intuos2-Tableau. Hier heisst es "neukaufen". Optisch macht das A5 bereits einen ansprechenden Eindruck und es sollte auch auf kleineren Schreibtischen noch genügend Platz finden. So jedenfalls auf dem Schreibtisch der Redaktion.
Das Intuos2 A5 USB im Betrieb. Wir würden lügen, wenn wir behaupteten, das Tableau gefiele uns nicht. Das glatte Gegenteil ist der Fall. Die meisten Zeicheninstrumente in der Anwendung Painter 8 (siehe auch weiterer Testbericht) reagieren nahezu perfekt auf den mitgelieferten Zeichenstift. Ob Druck- oder Auftragsdynamik, alles funktioniert gut bis sehr gut. Was uns auffiel ist, dass die Dynamik beim Andruck noch besser zu funktionieren scheint als beim Lösen des Drucks, was jedoch immer noch richtig gut vom Tableau umgesetzt wird. Eine Beobachtung, die wir bereits mit einem Zeichentableau eines anderen Herstellers, jedoch dann unter Photoshop, ebenfalls machen konnten. Trotzdem schmälert diese "Entdeckung" die Freude am Zeichnen mit dem WACOM Tableau keines Falls. Es ist auch nicht so, dass der Stiftandruck beim Lösen wesentlich anders reagieren würde.
Die Anwendung Painter 8 erwacht erst durch das sensitive Verhalten des Tableaus so richtig zum Leben. Eine gewisse Analogie zum echten Malen an der Leinwand/Staffelei ist durchaus gegeben. Die Treibersoftware erkennt sogar die räumliche Neigung des Stifts oder Brushes und ermöglicht es der genutzten Zeichenanwendung, hierauf mit einem anderen Verhalten des gewählten Malwerkzeugs zu reagieren. Besonders der Airbrush, welcher als zusätzlicher Stift zum Tableau erhältlich ist, profitiert hiervon. Die Neigungsempfindlichkeit eines Stifts kann im Wacom-Programm eingestellt werden. Insgesamt erkennt das Tableau 1024 Druckstufen. WACOM Intuos2 Stifte funktionieren bis zu einem Abstand von 6mm oberhalb der Tableaufläche. Praktisch dürfte sich auch die anhebbare Folie über der Zeichenfläche erweisen, die das Unterlegen von Vorlagen ermöglicht. Eine unserer Leserinnen bestätigte bereits, dass dies im Zusammenspiel mit Freehand wunderbar funktioniere. Auch Photoshop erscheint durch den sensitiven Stift plötzlich in ganz neuem Licht, hat man sich erst einmal durch die Einstellung der Werkzeugspitzen gearbeitet. Feine Radierungen sind mit dem Grip Pen gar kein Problem mehr. Ein völlig neues Arbeitsgefühl.
Alle mit dem Tableau verwendeten Stifte tragen ihre eigene, unverwechselbare Kennung (ID) mit 64bit Länge. Auch verschiedene Stifte des gleichen Typs können mit unterschiedlicher Belegung an einem Tableau, während einer Painter-Session, genutzt werden. Eine Batterie benötigen die Stifte nicht. Der Strom, der benötigt wird, wird per USB in das Tableau eingespeist und von dort werden die weiteren Eingabegeräte versorgt. Tableau, Maus und Stifte arbeiten mit einer Art Induktionsverfahren, bei dem die Position über elektromagnetische Wellen übermittelt wird. Ein als Schwingkreis bezeichneter Mechanismus versorgt hierbei den Stift mit Strom und dient zugleich als Sender. Ein im Stift vorhandener Modulator überträgt die entsprechenden Parameter hierbei in einen Chip, der ebenfalls im Stift befindlich ist. Übrigens, stolze Besitzer eines Airbrushs von WACOM sollten diesen nicht auf der Spitze liegen lassen, damit die Drucksensitivität des Stifts keinen Schaden erleidet, dies jedenfalls rät der Hersteller an. Hinweis: Weitere Informationen zu den Zusatzstiften der Intuos2-Serie werden wir eventuell später nachreichen können.
Es ist möglich, dass dem ausgelieferten Gerät nicht der aktuellste Treiber beiliegt, welcher zum Betrieb des Tableaus unter Mac OS X 10.3.x (Panther) notwendig ist. In einem solchen Falle kann der jeweils aktuelle Treiber über die Webseiten des Herstellers heruntergeladen werden. [Link zur Downloadseite] Unter Panther kann es zu Problemen mit Maus und Stift nach einem Benutzerwechsel per Userwechsel-Menü kommen. WACOM arbeitet jedoch an Treibern, die sich dem neuen System besser anpassen. Wer den System-Nutzer nicht wechselt, wird derlei Probleme nicht haben. Eine Übersicht mit Anwendungen, die das WACOM Tableau in besonderer Weise unterstützen, finden unsere Leser und Leserinnen über diese URL.
Bezug und Preis. Das WACOM Intuos2 A5 und natürlich alle anderen Geräte des Herstellers können über den PC- und Macintosh-
bezogen werden. Preislich bewegt sich das Intuos2 A5 in Regionen um 369,00 Euro, je nach Anbieter.
Technische Daten. Das Tableau verfügt über eine Auflösung von 2540 DPI, eine Genauigkeit von +/-0,25 mm, 1024 Druckstufen, eine aktive Fläche von 203,2 x 162,4 mm und Aussenmaße von 334 x 256 x 14 mm.
Unser Urteil. Das von uns getestete Tableau erhält lediglich Abzüge in Sachen Preisgestaltung. Die Anschaffung eines solchen Tableaus will gut überlegt sein, sicher, die eingesetzte Technologie zur Positionserkennung und der Umstand, dass das Tableau nicht zum Batteriefresser werden kann, sollte man nicht aus den Augen verlieren, wenn man vor einer Kaufentscheidung steht. Was die kreativen Möglichkeiten mittels eines solchen WACOM Intuos2 A5 Tableaus anbelangt, so dürften sich dem jeweiligen Anwender völlig neue Welten auftun und dem Künstler, der ansich an der Staffelei steht, der Schritt zum Computer einmal mehr leichter fallen. Das Tableau ist die Brücke zwischen analoger und digitaler Kunst und dürfte in zahlreichen Berufssparten und auch beim Privatanwender seinem Einsatzzweck gerecht werden. Wirkliche Alternativen zu den Tableaus von WACOM sind uns, ehrlich gesagt, auch nicht bekannt. Auch Anwender vektororientierter Programme wie z.B. Freehand, werden ihre Freude am Tableau haben, da der Stift auch dynamisch mit Vektorflächen umzugehen weiss. Mittels zukaufbarer 4D Maus eignet sich ein WACOM Intuos2 Tableau, dann vermutlich jedoch in anderen Dimensionen, sogar für den CAD-Bereich. Nach Schulnoten verpassen wir dem WACOM eine mehr als gute 1,4. Abwertend wirkte sich lediglich der recht hohe Anschaffungspreis aus. Gerade wegen des Preises sollte die Formatfrage vor dem Kauf gut abgewogen werden.
Anfragen: Anfragen bezüglich der von uns getesteten Hard- und Software nehmen wir gerne entgegen. Auch solche, die sich auf ein bestimmtes Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware beziehen. Sollte Euch etwas in unseren Berichten fehlen, so freuen wir uns über diesbezügliche Benachrichtigungen. Gerne werden wir dann die Berichte um die fehlenden Aspekte komplettieren. Wer spezielle Wünsche im Hinblick auf zu testende Hard- oder Software hat, kann dies die Redaktion gerne wissen lassen. Wir werden unser Möglichstes versuchen, in einem solchen Falle ein entsprechendes Gerät oder die gewünschte Software für einen Test zu besorgen.
|