TESTBERICHT – REVIEW
Aufmacher

So unscheinbar sie auch wirken mag, die Fire-i Digital Camera
ist eine wirklich gute FireWire Webcam.
 

Unibrain Fire-i Digital Camera
FireWire Webcam

Lieferumfang. Unser erster Gedanke war, beim Anblick der niedlichen Verpackung, "Wow, ist die klein!". Der kleine Karton-Würfel verzeichnet gerade einmal Kantenlängen von 10 Zentimetern für sich und soll eine FireWire Webcam beinhalten? Und wo sind dann die Treiber und die Anleitung? Eine Anleitung in gedruckter Form wird man auch vergeblich suchen, Treiber, Dokumentation und Software sind auf einer schnuckeligen Mini-CD, die sich unter der Cam findet, wenn der Karton oben geöffnet wird. Außerdem gehört noch ein FireWire-Kabel mit 2 Metern Länge zum Lieferumfang und ein kleiner gelber "Zettel" mit der Seriennummer und einem Registrierungskey für die Software iSpQ VideoChat.

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Der Anschluß und der erste, optische Eindruck. Der reine Anschluß der Webcam ging sehr schnell von statten, es mußte nur das beiliegende FireWire Kabel an der rechten Seite der Cam und in einem freien Slot unserer FireWire-Karte eingesteckt werden. Hier hat der Mac dem PC etwas voraus. Dort darf die Cam erst angeschlossen werden, sobald die dazugehörige PC-Software dazu auffordert. Die iSpQ Videochat-Software ist übrigens prima gelungen. Gratulation. Zurück zur Kamera. Insgesamt macht sie einen recht stabilen Eindruck, sie ist sehr leicht und hat ein milchig-transparentes Gehäuse, wie auf den Abbildungen zu sehen ist. An der linken Seite findet sich ein weiterer FireWire-Port und ein Anschluß für einen, nicht enthaltenen, Netzadapter. Die Cam verfügt außerdem über eine Status-LED, die je nach Betriebsstatus die Farbe zwischen grün (angeschlossen) und orange (in Betrieb) wechselt. Befestigt wird die Kamera über einen rückseitigen Clip, der frei, um 360° drehbar ist am Objekt der Begierde. Zum Beispiel am oberen Rand eines TFT-Bildschirms. Der Clip kann auch leicht demontiert werden.


Die Fire-i Digital Camera im Betrieb. Die Kamera kann über den Objektivring fokussiert werden, was sich als recht praktisch erweist. Angenehm fällt auf, dass der Objektivring sehr gleichmäßig, leichtgängig ist und nicht hakt oder klemmt. Die von uns zum Test verwendete Software BTV zeichnet Filme mit 30 Bildern pro Sekunde bei einer Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten ohne Ruckeln auf. Als Tonquelle kommt ein externes Mikrofon zum Einsatz, da die Fire-i über kein eigenes Mikrofon verfügt.

Eigentlich schade, sicher eine gute Idee für die spätere Produktpflege, denn hier gibt es sogar USB-Webcams von niedrigerer Qualität, die ein vertretbares Mikrofon beinhalten und auf der anderen Seite gibt es z.B. Macintosh Anwender, die über kein Mikrofon oder aber nur über ein unzureichendes Mikrofon verfügen. In unserem Falle nicht schlimm, wir sind gut ausgerüstet. Filme mit einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten bekommen wir leider nur mit extremem Ruckeln auf die Festplatte, was entweder an unserem Mac liegt oder an einer Fehleinstellung. Hier fanden wir keine Lösung. Eventuell können wir hierzu später noch Angaben machen, nachdem wir das Feedback des Herstellers erhalten haben.

In weiteren Tests haben wir feststellen können, dass die Framerate sich bei deinstallierten USB-IOXperts Treibern auch bei einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten verbessern konnte. Die technisch, laut Hersteller, erreichbaren 30 Frames je Sekunde, haben wir jedoch so auch nicht erreichen können. Die Frage, die man sich stellen muss, ist jedoch auch, ob eine derartige Auflösung bei einer solchen Kamera überhaupt von Nöten ist.

Die Bildqualität ist für eine Auflösung von 320 x 240 (die flüssig getestete) als gut zu bewerten. Durch die manuelle Fokussiermöglichkeit kann die Kamera auf den Wunschbereich relativ scharfgestellt werden. Für eine Nachschärfung sorgen die enthaltenen Treiber oder die Systemtreiber. Bei einer Nachschärfung ab ca. 17% (IOXperts) zeigen einige Bildobjekte einen sogenannten "Heiligenschein", der sich wie ein Lichtkannte um diese legt. Mit der Nachschärfung ist also dezent umzugehen. Die Schärfe der Kamera selbst kann als 3+ bewertet werden. Durch geringfügiges Nachschärfen würden wir der Kamera eine 2 verpassen. Die Farben sind nicht übertrieben, sondern eher neutral, was uns sehr gut gefällt. Etwas mehr Kontrast würden wir uns hier noch wünschen. Der Gamma-Wert ist nur in zwei Stufen schaltbar und nicht per Schieberegler frei einstellbar, dafür gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten für vorhandenes Gegenlicht (bei installiertem IOXperts Treiber), was zur Aufbesserung der Bildwerte beiträgt. Das gefällt uns widerum sehr gut.

Was uns noch aufgefallen ist, die Kamera schaltet, sofern kein Treiber installiert wurde (Mac OS X 10.2 >), nach dem Gebrauch in einer Anwendung nicht mehr zurück in den Stand-By Modus (grüne LED) und bleibt somit im mehr Strom verbrauchenden Betriebsmodus. Auch bei installieren IOXperts FireWire Cam Treibern tritt dieses Phänomen teilweise auf. Wir haben dieses Verhalten jedoch noch nicht erklären können, da es zu unregelmäßig auftritt. Vielleicht fällt uns bei regelmäßige Gebrauch hier noch eine Regelmäßigkeit auf, anhand derer dieses Verhalten der Kamera erklärbar wird. Derartige Erkenntnisse werden wir dann hier nachreichen.


Auf einen Blick:  
Produkt:
Fire-i Digital Camera

Hersteller:
Unibrain

Bezug:
Dr. Bott KG

Preis:
129,00 Euro

Systemvoraussetzung:
getestet mit
Mac OS X 10.2.4
kompatibel mit:
Mac OS 9.x, Mac OS X
10.1.2 oder neuer

Vorteile:
leichte Inbetriebnahme,
gute Verarbietung

Nachteile:
Halteclip etwas unpraktisch bei Verwendung an Geräten ohne TFT

Bewertung:
Bild: 2
Schärfe: 2-3
Helligkeit: 3
Framerate: 1
Installation: 1
Lieferumfang: 1
Anbringung: 2-3
Gesamtnote: 2

Womit getestet? Getestet wurde die Fire-i Digital Camera an unserem G4 mit 500 Megahertz an einer PCI-FireWire-USB-Combokarte, mit den Programmen: QuickTime Broadcaster, EvoCam, BTV, iSpQ VideoChat. iMovie wollte die FireWire Cam leider nicht als DV-Cam akzeptieren, was uns aber auch überrascht hätte. Als Treiber werden die beiligenden Webcam-Treiber von IOXperts verwendet und in einem anderen Test nur die Systemtreiber. Schön, dass die Treiber von IOXperts im Lieferumfang enthalten sind und nicht extra angeschafft werden müssen. Denn diese sind in der Regel kostenpflichtig. Hier könnten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen. Unter Mac OS X 10.2 > müssen diese Treiber nicht installiert werden, die Kamera ist direkt kompatibel zum System. Nachtrag: Es empfiehlt sich, die IOXperts Treiber unter Mac OS X 10.2 > nicht zu installieren. Die Kamera nimmt bei höchster Auflösung erst dann mit besseren Frameraten auf und stellt auch erst dann das notwendige Kompressionsformat hierfür zur Verfügung. Mit installierten Treibern war dies nicht möglich. Dies vereinfacht die Installation der Cam unter Mac OS X 10.2 > noch einmal mehr.

Unser Urteil. Die Kamera ist leicht in Betrieb zu nehmen, jedoch sollte man vorhandene USB-Webcams besser abklemmen und eventuell sogar die Treiber deinstallieren, um Kompatibilitätsproblemen auszuweichen. In unserem Falle war eine Demontage der Philips ToUCam Pro notwendig, da es hier zu argen Problemen z.B. beim Quicktime Broadcaster kam, der nicht starten wollte. Die Kamera sollte außerdem direkt an einem FireWire-Anschluß des Computers betrieben werden, da ansonsten dazwischenliegende Geräte unter Strom genommen werden müssen, wenn die Kamera im Bus-Power-Modus (ohne Netzteil) betrieben wird, eine "Fehlerquelle", der wir erst auf die Schliche kommen mussten. Die Bildqualität ist als gut zu bezeichnen, wozu auch die zahlreichen Einstellmöglichkeiten mit beitragen. Was uns wirklich nicht gefällt, ist der Befestigungsclip. Damit wird die Cam zu einer regelrechten TFT-Kamera. Jedenfalls für uns, da wir kein geeignetes Stativ haben, an dem wir die Kamera sauber befestigen können. Wer über ein iBook, PowerBook oder einen TFT-Mac verfügt, der wird den Clip lieben Wir persönlich würden uns ein montierbares, oder anklemmbares Ministativ wünschen, hier gäbe es sicher Möglichkeiten, die zudem gut zum transparenten Design der Kamera passen würden und bei Fertigung aus Kunststoff sicher nicht zu teuer wären. Trotz der Kritik am Halteclip, ziehen wir diese FireWire Kamera allen bisher von uns verwendeten USB-Webcams vor. Es ist einfach schön, wirklich ruckelfreie Videos mit einem solchen Gerät aufnehmen zu können.

Ausführliche, technische Details über die Kamera finden sich unter diesem Link des Herstellers. Die Seite gibt Auskunft über die verwendbaren Auflösungen und erzielbaren Frameraten, geht jedoch auch auf gesamttechnische Details des Gerätes ein.

Bezug und Preis. Erhältlich ist die Fire-i Digital Camera über die Dr. Bott KG zum Preis von 129,00 Euro. Hersteller ist die Firma Unibrain.

Anfragen: Anfragen bezüglich der von uns getesteten Hard- und Software nehmen wir gerne entgegen. Auch solche, die sich auf ein bestimmtes Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware beziehen. Sollte Euch etwas in unseren Berichten fehlen, so freuen wir uns über diesbezügliche Benachrichtigungen. Gerne werden wir dann die Berichte um die fehlenden Aspekte komplettieren.

  Detailfoto 01

Die Fire-i von links im Profil.

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Detailfoto 02

Ein Blick von rechts.

Detailfoto 03

Ein letzter Blick von oben,
auf den drehbaren Halteclip.

Copyright Bilder und Text:
iN-MEDiA Freibeuter e.K.
Publiziert auf:
www.apfelgeruechte.de

Agenturkontakt:
iN-MEDiA Freibeuter e.K.
Rudolf-Breitscheid-Str. 22
40595 Düsseldorf

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