Die Hitachi Deskstar 180 GXP zählt zu den schnellsten Ultra ATA 100 Festplatten, die es derzeit am Markt gibt. Die von uns getestete AV-Version dreht mit flotten 7200 rpm und verfügt über einen 8 Megabyte großen Cache.
|
 |
Hitachi Deskstar 180 GXP
sehr schnelle 180 GB Festplatte
Lieferumfang. Wie ansich üblich, gehört auch zu dieser Festplatte kein weiteres, mitgeliefertes Zubehör. Die Anschlusskabel befinden sich in der Regel eh schon im Computer der Wahl und Montageschrauben sind gängiger Weise an der Montagehalterung oder z.B. bei einem externen Gehäuse mit dabei. Die Festplatte wird mit zwei vormontierten Jumpern auf der Rückseite geliefert.
Der Anschluss. Für unsere Tests verbauen wir die Hitachi Deskstar 180 GXP in unser externes IceCube 800 Gehäuse von MacPower. Die Montage ist nicht weiter kompliziert und dank eines vorhandenen Aufklebers mit einer Anleitung zur richtigen Jumper-Einstellung ist auch die Jumperung in wenigen Sekunden für den Masterbetrieb (wichtig beim Anschluss in einem externen FireWire Gehäuse) vorgenommen. Der Aufkleber auf der Festplatte (oben) zeigt, dass es sich noch um eine GXP aus der ehemaligen Produktion von IBM handelt, die von Hitachi kürzlich übernommen wurde. Das Gewicht der Festplatte ist übrigens, für ein 3,5" Format, recht ordentlich, sie liegt gut in der Hand.
Die Hitachi Deskstar 180 GXP im Betrieb. Für unsere Betriebstests schließen wir die 180 GXP per FireWire 800 an unseren Testrechner an und unterziehen sie einem Test mit der Software HowFast Direct. An unserem etwas in die Jahre gekommenen, aufgerüsteten Mac mit FireWire 800 Karte erreicht die Festplatte immerhin einen echten Datendurchsatz von 22,5 Megabyte pro Sekunde. Auch an einem "aktuelleren" G4-400 Tower Macintosh liegen die Transferraten in etwa gleich. Ihre Höchstleistung findet die Hitachi Festplatte, laut Hersteller, erst an aktuelleren Power Macs ab 800 MHz aufwärts. Hier sind 29,4 bis maximal 56 Megabyte je Sekunde aus der Festplatte herauszuholen, was dieses Gerät optimal für Arbeitsbereiche macht, die derartige Höchstanforderungen an eine Festplatte stellen. Zum Beispiel bei mehrspuriger Audiobearbeitung und/oder im Bereich des Videoschnitts.
Die Festplatte kann in zwei verschiedenen Modi betrieben werden, die jedoch nur über eine PC-Software umgestellt werden können. Über das "Advanced Power Management" kann die Platte so eingestellt werden, dass sie aus einem Ruhemodus heraus mit zunächst 5400rpm anläuft und dann ihre Drehzahl auf 7200rpm angehoben wird. Diese Einstellung muss nur einmal vorgenommen werden, auch nach dem Aus- und wieder Einschalten "merkt" sich die Platte ihren Betriebsmodus. Das Tool hierzu findet man über diese URL. ein ausführliches PDF mit technischen Informationen zur Festplatte findet sich hier.
Die Betriebslautstärke der Festplatte ist zwar nicht mit den ganz Leisen der Branche zu vergleichen, jedoch ist sie absolut akzeptabel und nicht störend, sie ist rein konstruktions bedingt und rührt vor allem von der höheren Drehzahl von 7200rpm her. Die Festplatte kann, wenn man will, über das Advanced Acoustic Management noch weiter in der Betriebslautstärke gemindert werden. Positiver Nebeneffekt des AAM: Senkung der Temperatur und des Stromverbrauchs. Die Festplatte verfügt über einen Datencache von 8 Megabyte, wovon 226,5 Kilobyte für die Firmware abfallen. Die mittlere Zugriffszeit wird mit 8,5 Millisekunden angegeben, was ebenfalls einen sehr guten Wert darstellt.
Sofern die Hitachi 180 GXP länger als 24 Stunden am Stück betrieben wird, führt sie einen automatischen, kontrollierten Load/Unload Zyklus durch, der das Laufwerk den Arm auf der Rampe parken lässt und den Motor herunterfährt. Dieser Prozess wird jedoch nicht einfach unvermittelt durchgeführt, sondern die Festplatte "wartet", bis sie keine Aktivität mehr verzeichnet und führt dann den Load/Unload durch. Dieser Mechanismus dient der Lebenserhaltung der Festplatte.
Bezug und Preis. Zu haben ist die 180 Gigabyte fassende Deskstar 180 GXP von Hitachi über den gut sortierten Fachhandel. Preislich liegt sie etwa bei 200,00 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Erst kürzlich kostete das gute Stück noch gute 300,00 Euro.
Unser Urteil. In unserem Test hat sich die Festplatte wacker geschlagen und von den bisherigen Festplatten war sie, auch an unserem Rechner, die bislang schnellste Einzelfestplatte, die also nicht in einem Raid betrieben wurde. Einen Test per Betrieb an einer Ultra ATA PCI Karte werden wir noch nachreichen, hier erhoffen wir uns noch leicht gesteigerte Werte. Die Garantiezeit ist etwas knapp, wenn man bedenkt, dass IBM die Herstellung seiner Festplatten nicht ohne Grund aufgegeben hat. Insgesamt erhält die schnelle Platte von uns eine 1,3 nach Schulnoten. Leichte Abzüge gabe es für die Lautstärke, die aber insgesamt immer noch mit der Note GUT bewertet wurde.
Anfragen: Anfragen bezüglich der von uns getesteten Hard- und Software nehmen wir gerne entgegen. Auch solche, die sich auf ein bestimmtes Zusammenspiel zwischen Soft- und Hardware beziehen. Sollte Euch etwas in unseren Berichten fehlen, so freuen wir uns über diesbezügliche Benachrichtigungen. Gerne werden wir dann die Berichte um die fehlenden Aspekte komplettieren. Wer spezielle Wünsche im Hinblick auf zu testende Hard- oder Software hat, kann dies die Redaktion gerne wissen lassen. Wir werden unser Möglichstes versuchen, in einem solchen Falle ein entsprechendes Gerät oder die gewünschte Software für einen Test zu besorgen.
|