Die FRITZ!Box Fon WLAN 7170 (Fritzbox) vom Hersteller AVM überzeugt durch ihren mehr als vollständigen Funktionsumfang, ein übersichtliches Bedienkonzept und durch ihre geringen Abmessungen nebst vertretbarem Stromverbrauch von 9-12 Watt. Absolut überzeugend ebenfalls im Bereich der Internettelefonie und der Sicherheitsfunktionen. Ein wirklich gutes Gerät.

Alle Anschlüsse der FRITZ!Box 7170 sind ausnahmslos auf der Rückseite des Geräts übersichtlich angeordnet. V.l.n.r: AMT/DSL, 2 x analoge Nebenstellen, S0-Anschluss (ISDN), USB 1.1-Anschluss (für Drucker, Festplatten und weiteres Speicherzubehör im FAT-Format), 4 x LAN 10/100-MBit, Netzteil, Funkantenne (54 MBit/125 MBit).

Insgesamt fünf LEDs sorgen für visuelle Direktinformation der verfügbaren Anschlüsse und installierten Endgeräte. Für den Mac frei verfügbare Widgets und auch die Browseroberfläche sind jedoch wesentlich informativer.


Nicht nur die Netzwerkeinstellungen sondern auch die Telefonanschlüsse lassen sich vollständig über einen Standardbrowser konfigurieren und auch beobachten. Die FRITZ!Box informiert über interne LOG-Files auch über eingegangene, ausgegangene und nicht angenommene Telefongespräche aller angeschlossenen Nebenstellen. Wer spezielle Einstellmöglichkeiten, z.B. bei NAT, vermisst, sollte im Ansichts-Menü den erweiterten Modus aktivieren (Einstellungen -> System -> Ansicht).
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AVM FRITZ!Box Fon WLAN 7170
Router für LAN und WLAN plus Telefonanlage
Mit der FRITZ!Box hat sich das Unternehmen AVM viele Freunde geschaffen. Nicht ohne Grund, die Geräte der aktuellen Generation überzeugen durch Funktionsvielfalt und ein übeschaubares Konfigurationskonzept. Die Redaktion hat sich in diesem Test das Gerät FRITZ!Box Fon WLAN 7170 näher angeschaut. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus LAN/WLAN-Router und per Browser konfigurierbarer Telefonanlage mit VOIP-Funktionen.
News über FRITZ!-Produkte von AVM
Der Lieferumfang

Ansich liegt alles bei, was der Anwender benötigt. Zum Lieferumfang zählen die FRITZ!Box, ein passendes Netzteil, ein Y-Kabel mit 4,25 Metern Länge, ein 1,5 Meter langes Netzwerkkabel, RJ45-TAE-Adapter für den Anschluss von Telefonen und anderen analogen Endgeräten an das Festnetz, eine CD-ROM mit Software und Dokumentation (Windows) und eine gedruckte Installationsanleitung. In der FRITZ!Box selbst ist übrigens ein U-R2-kompatibles DSL-Modem direkt mit eingebaut, welches in unserem Falle problemlos mit dem vorhandenen Arcor-Anschluss funktioniert, also sollte es auch mit Anbietern wie der Telekom (T-Online), 1 und 1, Alice und Freenet problemlos funktionieren.
Der Anschluss - die Installation

Der hardwareseitige Anschluss des Geräts ging ansich recht flott von statten, berücksichtigt man, dass die Redaktion fast eine Stunde brauchte, um die alten Geräte (Vigor, ACER-Telefonanlage) samt Kabeln ordentlich zu entfernen. Zu denken gab uns zunächst die Tatsache, dass unsere Starterbox von Arcor je einen Anschluss für einen Router und einen Anschluss für Telefone bietet und die FRITZ!Box 7170 hierfür einen Kombianschluss zur Verfügung stellt, das Y-Kabel war jedoch schnell in der Verpackung gefunden und zugeordnet. Gut gefiel uns auf Anhieb, dass eine WPA-Verschlüsselung und aktives WLAN bereits aktiviert waren, so dass wir die erste Konfiguration des Routers ohne weiteres angeschlossenes Netzwerk oder weitere Hardware direkt mit dem MacBook vornehmen konnten. Der WPA-Schlüssel ist unter dem Gerät und auf der CD-Hülle aufgedruckt. Die Einrichtung des Routers und der analogen Nebenstellen - auch eine ISDN-Anlage bzw. ISDN-Telefone lassen sich anschließen - ging angenehm flüssig von der Hand, was neben der übersichtlichen Benutzerführung auch an ein wenig Erfahrung im Netzwerkbereich liegt. Spezifischere Netzwerkeinstellungen wie beispielsweise für einen sogenannten "Exposed Host" (DMZ) suchten wir zunächst vergebens. Da wir davon ausgingen, dass die FRITZ!Box dieses Feature bieten muss, suchten wir nach einer "erweiterten Einstellung" und wurden unter "Einstellungen -> System -> Ansicht" fündig. danach fanden wir alle Einstellmöglichkeiten, die der Normalsterbliche so benötigt. Wir empfehlen daher, diese Funktion zu aktivieren.
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Sind die Netzwerk-Computer auf DHCP eingestellt, so kann die FRITZ!Box im Browser über http://fritz.box aufgerufen und konfiguriert werden.
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Der Betrieb der FRITZ!Box Fon WLAN 7170

Im alltäglichen Betrieb fällt ein solches Gerät, nach seiner Installation und Grundkonfiguration, ansich nicht weiter auf, es verrichtet brav seinen Dienst. Die WLAN-Reichweite ist sehr gut und die LAN-Anschlüsse arbeiten störungsfrei. Zwei über das WLAN angeschlossene Macs kommunizieren bei 54 MBit-Einstellung immerhin mit zufriedenstellenden 1,6 bis 2,0 Megabyte pro Sekunde Transferrate (gemessen mit HELIOS LanTest, AFP und SMB, WPA und ohne Verschlüsselung). Werden diese Macs direkt miteinander per Internetsharing drahtlos verbunden, liegt die Transferrate bei 2,8 - 2,9 Megabyte je Sekunde (ohne Verschlüsselung, AFP). Hier könnte AVM noch nachbessern, andere Hersteller schaffen bis zu 3 MB je Sekunde. Sinnvolle Helferlein wie die "Fritz.Anrufliste" von net.bite sind z.B. als Widget kostenfrei über das Internet erhältlich. Zum Thema Betriebstemperatur lässt sich sagen, dass die FRITZ!Box nicht heiss wurde sondern eher einen kühlen Kopf bewahrte. An dieser Stelle wollen wir auf einige wichtige Funktionen aufmerksam machen, die das Gerät bietet, welche für Mitanbieter eventuell nicht selbstverständlich sind:
Verschlüsselung - Sicherheit für Netzteilnehmer

Die FRITZ!Box verteht sich auf so ziemlich jede aktuelle WLAN-Verschlüsselung zum Schutz der Teilnehmer des Netzwerkes. Zu den unterstützten Standards zählen WEP, WPA und WPA 2. Zudem lässt sich die Sendeleistung der Box auf bis zu 6% reduzieren und somit auch der Reichweitenwirkungsgrad stark einschränken, was ebenfalls für mehr Sicherheit sorgt. Übrigens, die FRITZ!Box kann nicht nur als Router sondern auch - zur Reichweitenvergrößerung - als sogenannter Repeater oder Access Point eingestellt werden. MAC-Adressen angeschlossener Geräte merkt sich die FRITZ!Box für die IP-Zuteilung und Sperrfunktionen. Die integrierte Firewall, NAT/Port-Forwarding-Regeln (Portfreigabe) und umfangreiche LOG-Funktionen komplettieren das Sicherheitspaket made by AVM.
Nachtschaltung - mit Sicherheit Strom sparen

"Einstellungen -> System -> Nachtschaltung" | Über einen integrierten Timer lässt sich die FRITZ!Box im Funktionsumfang zeitgesteuert reduzieren. So kann grundsätzlich das Funknetzwerk deaktiviert werden und, bei Bedarf, auch eine Klingelsperre, damit des Nachts die Telefone den Anwender nicht aus dem Schlafe reißen. Die WLAN-Trennung kann zudem so eingestellt werden, dass erst getrennt wird, wenn keine WLAN-Geräte mehr aktiv sind.
Kindersicherung - Jugendschutz

"Einstellungen -> Internet -> Kindersicherung" | Wer möchte, kann den Router so konfigurieren, dass zu bestimmter Uhrzeit kein Internetzugriff mehr von bestimmten Anschlüssen aus möglich ist. Zuvor ist die Aktivierung der Expertenansicht notwendig. In einer Übersicht wird der einzuschränkende Rechner ausgewählt - die FRITZ!Box merkt sich anhand der MAC-Geräteadressen die Gerätenamen und IPs - und anschließend für die Wochentage und das Wochenende eine erlaubte Nutzungszeitspanne eingestellt, nebst maximaler Onlinezeit - spitze!
Dynamic DNS

"Einstellungen -> Internet -> Dynamic DNS" | Eine Funktion, über die mittlerweile zahlreiche Router verfügen. Per kostenlosen Diensten wie "dyndns.org" lassen sich Privatrechnern frei verfügbare DNS-Namen zuweisen, über die die Systeme dann jederzeit erreichbar sind. Manche Router bieten hier die Möglichkeit gleich mehrere DNS-Namen einzutragen, die FRITZ!Box 7170 begnügt sich hier mit leider nur einem Host-Namen.
Telefonie - leicht einzurichten

Ganz klar punktet die FRITZ!Box im Telefoniebereich, neben analogen und digitalen Endgeräten lassen sich den verfügbaren Anschlüssen auch sogenannte Voice Over IP-Telefonnummern zuweisen, die bereits von vielen Anbietern verfügbar sind. Eine kostenlose IP-Telefonnummer mit Ortsvorwahl erhält man beispielsweise auch bei sipgate.de. Übrigens, die FRITZ!Box funktioniert nicht nur an einem ISDN-Anschluss, sondern ebenfalls an den älteren analog-Anschlüssen! Die Zuweisung der Telefonnummern und VOIP-Nummern (max. 10 Stück) ist beispielhaft einfach, hier überzeugte uns das Gerät voll und ganz. Die Sprachqualität ist sowohl im Voice-Over-IP- als auch im Analog-/ISDN-Bereich gut bis sehr gut. Klasse gemacht! Über frei definierbare Wahlregeln lässt sich zudem festlegen, ob bestimmte Vorwahlen über das Festnetz oder über das Internet angewählt werden sollen. Somit können beispielsweise VOIP-Telefonnummern direkt über das Internet konferieren, ohne dass man als Anwender weiter etwas beachten muss. Wer es bequem mag und Kurzwahlen bevorzugt, der wird im "Telefonbuch" fündig, hier lassen sich Kurzwahlen einstellen. Auch für Rufumleitungen ist gesorgt und zwar mit äußest präzise definierbaren Einstellmöglichkeiten, auch hier punktet das Gerät ganz klar. Über die Rufsperre lassen sich ungeliebte Anrufer direkt aussperren und Anwahlverbote definieren.
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Die FRITZ!Box unterscheidet durchaus auch mehrere Voice-Over-IP-Nummern und kann diese einzelnen angeschlossenen Telefonen zuweisen. Übrigens, der CAPI-Standard wird von der Box unterstützt, so dass sich auch per reiner Softwarelösung Telefaxe empfangen und versenden lassen. Mac-User stehen hier ansich draußen, jedoch kann dies unter Intel-Macs mittels Parallels oder VMWare ausgeglichen werden und Telefaxe über die virtuelle Umgebung vearbeitet werden. Wer VMWare nutzt, sollte die Netzwerkumgebung in den Bridged-Modus versetzen, damit die CAPI-Software auf die FRITZ!Box zugreifen kann.
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USB-Zubehör - Drucker, Festplatten und Speichersticks im Netz

"Einstellungen -> USB-Zubehör" | Angetan ist die Redaktion auch von der Funktion, dass sich am vorhandenen USB 1.1-Anschluss sowohl USB-Drucker als auch FAT-formatierte Speichermedien bzw. Massenspeicher installieren lassen. So war es uns möglich, eine externe USB-Festplatte (FAT-formatiert), einen Speicherstick und einen HP 845c Farbtintenstrahldrucker zu installieren. Hier jedoch ist etwas Know-How notwendig. Zwar ist die Konfiguration über das Browser-Menü nicht kompliziert, das Wissen jedoch, wie solche Drucker oder Festplatten dann vom Rechner aus genutzt werden können, dieses Wissen wird nicht kostenfrei mitgeliefert. Klasse jedoch ist, dass es geht. In der Standardkonfiguration werden derzeit Festplatten nur per FTP angesprochen, das ist zwar für den Anwender erst einmal leichter zu realisieren, in der Praxis jedoch fast untauglich. Über eine spezielle Website stellt AVM Beta-Firmwares zur Verfügung, die mitunter bereits einen Zugriff per SMB auf die angeschlossenen Speichermedien erlaubt. Nach einigem Experimentieren gelang dies auch zuverlässig.
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Massenspeicher, die an die Box angeschlossen sind, müssen im FAT-Format formatiert sein, damit die FRITZ!Box sie problemfrei in das Netzwerk einbinden kann. Übrigens, über ein 4fach-USB-Hub ließen sich problemlos ein Speicherstick, eine USB-Festplatte und ein HP-Drucker parallel anschließen. Mac-Anwender, die einen USB-Tintenstrahler an der FRITZ!Box angeschlossen haben, richten einen IP-Drucker mit "HP Jet Direct - Socket"-Verbindung ein und tragen die IP der Fritzbox und den Port (durch Doppelpunkt getrennt) 9100 ein. Das Feld Warteliste bleibt leer, für Name und Ort können beliebige Eintragungen vorgenommen werden. Im Feld "Drucken mit" wird dann noch das passende Druckermodell ausgewählt.
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Das Fazit unser Urteil

Die FRITZ!Box Fon WLAN 7170 hat die Redaktion in allen Punkten überzeugt. Für einen Preis von ca. 140,00 Euro bietet dieses Gerät alles was der Heimanwender und kleine Firmennetzwerke benötigen. Die Konfigration ist übersichtlich und leicht verständlich, der Schnittstellenumfang ist vollständig, wenn auch eine USB 2.0-Schnittstelle - bzgl. der anschließbaren Massenspeicher - sinnvoller gewesen wäre. In Anbetracht der Tatsache, dass sich an einem Vormittag die Box installieren und konfigurieren lässt, Telefone wie auch Netzwerkgeräte, Festplatten und Drucker brav ihren Dienst verrichten und auch Voice-over-IP-Telefonnummern im Handumdrehen zugewiesen sind und alles unscheinbar seinen Dienst verrichtet, erhält die FRITZ!Box von der Redaktion eine 1,5. Wäre ein USB 2.0-Anschluss verbaut, erhielte das Gerät von uns sogar eine 1 nach Schulnoten.
| Auf einen Blick: |
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Produkt: FRITZ!Box Fon WLAN 7170
Hersteller:
AVM
Garantie:
5 Jahre
Preis: ca. 140,00 Euro
Systemvoraussetzung: alle Computer die über WLAN- und LAN-Anschlüsse verfügen, analoge und digitale Telefoniegeräte
Abmessungen und Gewicht:
18,50 cm breit, 3,50 cm hoch, 14,00 cm tief
Stromverbrauch:
9 - 12 Watt / Stromsparmodus aktivierbar
Vorteile: leichte Installation, übersichtliche Konfiguration, Funktionsumfang
Nachteile: leider nur USB 1.1 für Drucker und Speichergeräte
Bewertung: Installation: 2
Verarbeitung: 1
Funktionen: 2
Lieferumfang: 1
Gesamtnote: 1,5
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Testumgebung

Getestet haben wir die FRITZ!Box Fon WLAN 7170 mit einem G5 Dual 2.0 GHz, einem MacBook und einem iMac 350 MHz. Desweiteren wurden ein HP 845c Farbdrucker, eine USB-Festplatte, ein Cardreader und ein Speicherstick erfolgreich angeschlossen.
Fragen zum getesteten Produkt und Bitten um ergänzende Tests nehmen wir gerne entgegen. Leser und/oder Leserinnen senden hierfür bitte eine Email an die Redaktion. Die Emailadresse kann dem Impressum auf unseren Seiten entnommen werden.
Hardwarespenden nimmt die Redaktion gerne jederzeit entgegen.
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